Edith Helen Stern ist eine amerikanische Erfinderin und Mathematikerin und ehemalige Vizepräsidentin für Forschung und Entwicklung bei IBM. Sie hält über 100 US-Patente und wurde mit dem ASME Kate Gleason Award ausgezeichnet. Stern war ein Wunderkind, das im Alter von 5 Jahren die Encyclopædia Britannica las und mit 15 Jahren die jüngste Absolventin der Florida Atlantic University war.
Frühe Jahre und Ausbildung
Sterns Vater, der Gelehrte Aaron Stern, hatte während des Zweiten Weltkriegs in Konzentrationslagern gesessen. Er heiratete Sterns Mutter Bella in einem Ghetto in Warschau. Aaron Stern litt an Krebs und wurde auf Veranlassung von Albert Einstein in der Mayo Clinic behandelt.
Aaron ermutigte seine Tochter, eine akademische Laufbahn einzuschlagen, mit einer Technik, die er als vollständige Bildungsimmersion bezeichnete. Sie nutzte Lernkarten, um Botschaften zu übermitteln, bevor sie sprechen konnte, darunter die Angabe ihres Alters mit 11 Monaten, beherrschte das Alphabet im Alter von zwei Jahren und spielte Schach im Alter von drei Jahren. Sie verwendete einen selbstgebauten Abakus, um Mathematik zu lernen, und wurde gleichzeitig in Ethik und Mitgefühl für Menschen unterschiedlicher Herkunft unterrichtet.
Obwohl ihr Vater IQ-Tests nicht befürwortete, soll Sterns IQ im Alter von 5 Jahren bei 205 gelegen haben.
Im Alter von 6 Jahren hatte Stern Platon, Freud und Darwin gelesen. Stern schrieb sich mit zwölf Jahren am College ein und erwarb im Alter von 15 Jahren einen Abschluss am Miami-Dade Junior College. Sie erwarb 1967 einen Bachelor-Abschluss in Mathematik an der Florida Atlantic University und war deren jüngste Absolventin aller Zeiten.
Edith war Teil des Chess Teams der Florida Atlantic University.
Stern erwarb anschließend einen Master-Abschluss in Mathematik an der Michigan State University. Ihr Vater, der die Erziehung seiner Tochter das Edith-Projekt nannte, schrieb ein Buch über ihre Erziehung, The Making of a Genius, das 1971 von Hurricane House Publishers veröffentlicht wurde. Er hielt eine Reihe von Vorträgen an der Stanford University über seine Vorstellungen von Bildung. Der Druck, von früher Kindheit an im Rampenlicht zu stehen, belastete ihr Familienleben.
Karriere
Stern unterrichtete Mathematik an der Michigan State University, bevor sie zwanzig wurde. Sie kam Anfang der 1970er Jahre als Praktikantin zu IBM und wurde schließlich zur Vizepräsidentin für Forschung und Entwicklung befördert.
Edith arbeitete bei IBM an Echtzeitberechnungen und wird für die Entwicklung der Direktwahl und der Wahlwiederholung des letzten Anrufs gewürdigt. Stern arbeitete an Gesundheitsinformatik für IBM Watson. Sie war auch an einem Team beteiligt, das einen Technology & Engineering Emmy Award für seine Arbeit an digitaler Werbung für das Warner Bros. Television-Netzwerk gewann.
### Auszeichnungen und Ehrungen
Stern hält über 120 US-Patente. Stern war die erste Frau, die zum Vollmitglied der American Society Of Mechanical Engineers ASME ernannt wurde. 1998 wurde Stern zur IBM-Meistererfinderin ernannt und 1999 in die IBM Academy of Technology gewählt. 2012 wurde Stern mit dem AMSE Kate Gleason Award für ihr lebenslanges Wirken bei der Entwicklung neuer Technologien ausgezeichnet. 2013 erhielt sie den Florida Atlantic University Talon Award.
2015 wurde Stern von Business Insider als eine der intelligentesten Personen aller Zeiten aufgeführt.


