Adam Kirby wurde im Oktober 2011 in Mitcham, Süd-London, geboren. Seine Eltern — Dean, ein Grundschullehrer, und Stella, eine Hausfrau — waren von Anfang an aufmerksame Beobachter. Mit achtzehn Monaten konnte Adam kurze Bücher lesen. Mit zwei Jahren konnte er vollständige grammatikalisch korrekte Sätze auf Englisch und mit einem Hauch von Spanisch bilden. Mit zweieinhalb trainierte er sich selbst aufs Töpfchen und las laut die Bedienungsanleitungen von Haushaltsgeräten zur Unterhaltung seiner Verwandten vor.
Die Entscheidung, ihn durch Mensa testen zu lassen, fiel 2013 nach einer Reihe von Gesprächen mit seiner Gesundheitsberaterin. Die Testerin führte den Stanford-Binet durch, den Standard-Intelligenztest für Kinder, und kam auf einen Wert von 141 — ein Wert, der ein Kind in die oberen 0,1 Prozent der Bevölkerung einordnet. Adam wurde mit zwei Jahren und fünf Monaten zu einem der jüngsten Mensa-Mitglieder in der britischen Geschichte.
Die britische Presse, die eine lange und leicht misstrauische Vorliebe für Wunderkindgeschichten hegt, reagierte schnell. The Telegraph veröffentlichte einen Beitrag. Die Daily Mail veröffentlichte vier. Die BBC führte ein Gespräch mit Adam und seinem Vater, in dem das Kleinkind ruhig die Elemente auf einem Periodensystem-Poster identifizierte, während es vermied, Blickkontakt mit dem Interviewer aufzunehmen — eine Gewohnheit, die vielen hochintelligenten Kleinkindern gemein ist.
Dean Kirby hat in Interviews offen über die Sorgen der Familie gesprochen. »Wir wollten ihn nicht vorführen«, sagte Dean gegenüber The Telegraph. »Wir wollten sicherstellen, dass er Zugang zu Material hat, das seinem Verstand entspricht. Das ist ein Unterschied.« Die Familie meldete Adam an einer regulären britischen Grundschule an, mit ergänzendem Nachhilfeunterricht zu Hause. Sie lehnten die meisten Fernsehangebote ab. Sie haben sich nur dann öffentlich geäußert, wenn sie das Gefühl hatten, dass das Gespräch anderen Familien mit ähnlichen Kindern helfen könnte.
Was Adam mit den Jahren seither gemacht hat, ist absichtlich still. Er besuchte eine Grammar School. Er verfolgte Mathematik und Latein auf höherem Niveau. Seine Eltern haben die Familie von Schlagzeilen ferngehalten — die letzten substanziellen Interviews stammen aus seinen frühen Teenagerjahren. Die Entscheidung ist selbst eine Art Leistung. Die historische Bilanz von Kleinkindern, die Mensa-Mitglieder werden, ist voll von Kindern, die gefeiert, ausgestellt und dann leise durch die Aufmerksamkeit gebrochen wurden. Der britische Wunderkindzirkus hat insbesondere mehr traurige Geschichten als Erfolgsgeschichten hervorgebracht. Die Kirbys scheinen entschlossen, dass ihr Sohn nicht zu ihnen gehören wird.
Adam Kirbys Bedeutung liegt letztlich nicht im IQ. Sie liegt im Test selbst: einer Prüfung, die nicht von Kultur, Wortschatz oder Schulbildung abhängt — die, von einer kompetenten Testerin einem Zweijährigen verabreicht, eine überprüfbare Zahl liefert. Diese Zahl betrug in seinem Fall 141. Sie sagt nicht jedes Ergebnis im Erwachsenenalter voraus. Sie garantiert keinen Nobel Peace Prize. Aber sie besagt mit der Präzision, die der Psychometrie zur Verfügung steht, dass das Kind auf dem Foto einen Verstand von ungewöhnlicher und seltener Art hatte — und dass das britische Bildungssystem nun herausfinden müsste, was es mit ihm anfangen sollte.
“Wir wollten ihn nicht vorführen. Wir wollten sicherstellen, dass er Zugang zu Material hat, das seinem Verstand entspricht. Das ist ein Unterschied.”— Dean Kirby, Adams Vater, The Telegraph
“Er ist ein normaler kleiner Junge. Er weiß nur zufällig, was ein Isotop ist.”— Stella Kirby, Adams Mutter, BBC
| Person | Land | Meilenstein | Alter / Wert |
|---|---|---|---|
| Elise Tan-Roberts | 🇬🇧 Vereinigtes Königreich | Jüngste UK Mensa | 2y 4m |
| Adam Kirby | 🇬🇧 Vereinigtes Königreich | Jüngster männlicher UK Mensa | 2y 5m |
| Oscar Wrigley | 🇬🇧 Vereinigtes Königreich | UK Mensa | 2y 5m |
| Kashe Quest | 🇺🇸 USA | Jüngste US Mensa | 2y 4m |
| Heidi Hankins | 🇬🇧 Vereinigtes Königreich | UK Mensa, IQ 159 | 4y |
Adam Kirby, 2, wird jüngstes britisches Mensa-Mitglied (BBC)
Adam Kirby-Interview — This Morning ITV
Adam Kirbys Geschichte ist der britische Wunderkind-Archetypus: eine stille, wachsame Familie, eine kompetente staatliche Testerin, eine zurückgegebene Zahl, vierzehn Tage Schlagzeilen und dann ein Jahrzehnt bewussten Schweigens. Es ist auch die Geschichte eines Landes, des Vereinigten Königreichs, das unverhältnismäßig gut darin war, die allerjüngsten hochbegabten Kinder zu identifizieren. Acht der zehn jüngsten verifizierten Mensa-Einträge im globalen Register sind britisch. Der Mechanismus ist nicht genetisch — er ist institutionell. Britische staatliche Testpersonen sind ausgebildet, verfügbar und kostenlos.
Adam Kirby dokumentiert daher zwei Dinge. Erstens einen verifizierbaren IQ bei einem Zweijährigen. Zweitens, was eine nationale Infrastruktur zur Identifizierung von Wunderkindern hervorbringen kann. Die amerikanische Version dieser Geschichte erfordert normalerweise eine wohlhabende Familie und einen privaten Tester. Die britische Version erfordert einen Anruf bei der örtlichen NHS-Gesundheitsberaterin. Der Unterschied, über eine Bevölkerung skaliert, bringt die Einträge im Rekordbuch hervor.
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