Sherwyn Sarabi wurde 2007 in Barnsley als Sohn kurdisch-britischer Eltern geboren, die Ende der 1990er-Jahre aus dem irakischen Kurdistan emigriert waren. Die Familie lebte bescheiden. Sherwyns Vater fuhr Taxi und führte ein kleines Geschäft. Seine Mutter, eine ehemalige Grundschullehrerin in Kurdistan, unterrichtete Sprachen in Teilzeit. Der Haushalt war, wie Sherwyn später selbst beschrieb, »eine Bibliothek mit begrenztem Budget«.
Er lernte zuerst Kurdisch. Englisch lernte er, sobald er in die Vorschule kam. Polnisch lernte er von seinen Nachbarn und Spanisch aus Filmen. Im Alter von sieben Jahren, so seine Eltern, las er Material in drei Sprachen gleichzeitig — verschiedene Bücher in verschiedenen Zimmern, je nach Stimmung — und begann aus Neugierde, sich Deutsch selbst beizubringen.
Seine Mathematiklehrer an seiner Grundschule in Barnsley stellten fest, bevor er das vierte Schuljahr erreichte, dass die Ressourcen der Schule erschöpft waren. Die Familie suchte externe Begutachtung. Ein pädagogischer Psychologe führte den Cattell III B-Test durch — dasselbe Instrument, das Mensa verwendet — und Sherwyn erreichte dessen Obergrenze: 162. Mensa akzeptierte seine Bewerbung.
Die Yorkshire-Presse, die etwa alle zehn Jahre Wunderkind-Geschichten produziert, behandelte Sherwyn als lokalen Helden. Die nationale Presse griff die Geschichte kurz darauf auf. Die kurdische Diaspora-Presse, die in ganz Europa groß und aktiv ist, widmete ihr die Art von Berichterstattung, die normalerweise Sportsiegen vorbehalten ist: Er war ein kurdischer Junge aus Barnsley, der Einstein übertroffen hatte, und die kurdischen Nachrichtenagenturen in drei Ländern berichteten entsprechend.
Was Sherwyn seitdem getan hat, ist hauptsächlich Schulbildung. Er durchlief das britische Grammar-School-System an der Spitze seiner Kohorte. Er ist gelegentlich in Rückblicken aufgetreten, hat aber ansonsten prominente Gelegenheiten abgelehnt. Sein Vater artikulierte in einem sorgfältig geführten Interview mit The Star das Prinzip, das die Entscheidungen der Familie geleitet hat: »Er ist ein kurdischer Junge. Er ist ein britischer Junge. Er ist ein kluger Junge. Er ist viele Dinge. Die Klugheit ist nur eines davon.«
Sherwyn Sarabis Geschichte hat, wie die von Mihir Ahmed, eine soziologische Dimension, die über das Persönliche hinausgeht. Die kurdisch-britische Gemeinschaft ist eine der kleineren und stilleren Minderheitengemeinschaften im Vereinigten Königreich. Die Reichweite seiner Geschichte in kurdischsprachigen Medien weltweit ist selbst die Art von kulturellem Ereignis, von dem die breitere britische Öffentlichkeit weitgehend nichts mitbekommt. Für kurdische Kinder, die in der Diaspora aufwachsen, insbesondere in Europa und im Nahen Osten, ist sein Name ein greifbarer Beweis dafür, dass ein kurdischer Junge aus Yorkshire an jedem globalen Maßstab gemessen werden und in der absoluten Spitzenkategorie stehen kann. Die Auswirkungen auf den Bildungsehrgeiz in der Gemeinschaft, insbesondere unter Kindern von Flüchtlingsfamilien, sind erheblich.
“Er ist ein kurdischer Junge. Er ist ein britischer Junge. Er ist ein kluger Junge. Er ist viele Dinge. Die Klugheit ist nur eines davon.”— Sherwyns Vater, The Star
“Ich lese in vier Sprachen. Manchmal lese ich verschiedene Bücher in verschiedenen Zimmern.”— Sherwyn Sarabi, 11 Jahre alt
| Person | Land | Meilenstein | Alter / Wert |
|---|---|---|---|
| Sherwyn Sarabi | 🇬🇧 Vereinigtes Königreich | Mensa | 11y / IQ 162 |
| Tara Sharifi | 🇬🇧 Vereinigtes Königreich | Mensa | 11y / IQ 162 |
| Lydia Sebastian | 🇬🇧 Vereinigtes Königreich | Mensa | 12y / IQ 162 |
| Nicole Barr | 🇬🇧 Vereinigtes Königreich | Mensa | 12y / IQ 162 |
| Arnav Sharma | 🇬🇧 Vereinigtes Königreich | Mensa | 11y / IQ 162 |
Sherwyn Sarabi IQ 162 Mensa Sky News
Kurdisch-britischer Mensa-Junge Sherwyn Sarabi
Sherwyn Sarabis verifizierter Mensa-Höchstwert ist selten. Noch ungewöhnlicher ist das viersprachige Leseleben, das ihn hervorbrachte. Die kognitive Wissenschaft mehrsprachiger Kindheiten ist noch immer ungenau, doch die entwicklungspsychologische Literatur ist in einem Punkt eindeutig: Kinder, die vor dem siebten Lebensjahr drei oder mehr Sprachen erwerben, zeigen messbare Verbesserungen bei Aufgaben zur allgemeinen kognitiven Flexibilität. Sherwyns Profil ist eine Lehrbuch-Illustration.
Seine Bedeutung reicht über das Persönliche hinaus. Die kurdisch-britische Diaspora ist klein, überwiegend aus der Arbeiterklasse und historisch unterrepräsentiert in der britischen Bildungsförderung. Die Tatsache, dass sein Name nun in denselben Rekordlisten erscheint wie die am meisten publizierten iranisch-britischen und bangladeschisch-britischen Hochbegabten, ist selbst ein kulturelles Ereignis. Für kurdische Kinder, die in Flüchtlingsfamilien in ganz Europa aufwachsen, liefert sein Rekord den dokumentarischen Beweis dafür, dass akademische Spitzenleistungen von ihrem Ausgangspunkt aus möglich sind.
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